Mainzer Ingrossaturbücher Band 25

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StA Wü, MIB 25 fol. 021v [01]

Datierung: 5. Oktober 1446

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  • Druck: Würdtwein, Subsidia diplomatica 9, 74.; Regest: Witte, Regesten Margrafen Baden 3, S. 179 Nr. 6670.

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Vollregest:

Erzbischof Dietrich von Mainz, Erzkanzler des Heiligen römischen Reiches in deutschen Landen, die Bischöfe Peter zu Augsburg und Silvester zu Chiemsee (Chymsee), Markgraf Jakob zu Baden und Markgraf Albrecht von Brandenburg, dann als Machtboten des Königs Friedrichs Kanzler Caspar [Schlick], Herr zu Weiskirchen (Weyßkirchen), der Trienter (Triende) Domherr Aeneas Silvius und Meister Hartung von Cappelle, Lehrer beider Rechte, dann als Machtboten des Markgrafen Friedrich von Brandenburg, Erzkämmerer des Reiches, Petrus Knorr, Propst zu Wetzlar, und Meister Friedrich Sesselman, dann als Machtboten des Erzbischofs Friedrich von Salzburg (Saltzpurgk), Meister Friedrich Greve, Kanzler, und Meister Hans Hesse, dann als Machtboten des Hochmeisters des Deutschen Ordens, Meister Andreas, Pfarrerr zu Danzig (Dantzk), Ludwig von Erlickhusen [und?] Voit zur leipp, als Machtboten des Bischofs von Bamberg Meister Heinrich Leubing, Pfarrer zu Nürnberg (Nuremberg), und Meister Johann Thauwer, Doctores, dann als Machtboten des Bischofs von Passau Meister Konrad (Conradt) Bladeck und als Machboten für die beiden Stifte Konstanz und Chur Meister Nikolaus Gundelfinger, Vikar des Bischofs von Konstanz, teilen mit, dass Papst Eugen [IV.] in Rom, nachdem sich der römische König und die Kurfürsten zu einen Tag hier in Frankfurt eingefunden haben, ihnen durch seine Sendboten Herrn Johann Carvajal (Caruail) und Meister Nikolaus von Kues (Niclaus Cusa) geantwortet habe. Er sei einverstanden, zu passender Zeit ein für die Christenheit bedeutendes gemeines Konzil in einer der ihm genannten 5 Städte einzuberufen, um die Christenheit wieder zu einen. Er erkenne die Gesetze der Konzilien in Konstanz (Costenz) und Basel an und möchte den Eindruck entkräften, die Germanische Nacion zu beschweren. Der Papst wolle die Erzbischöfe von Trier und Köln wieder einsetzen, wenn sie sich ihm unterwerfen. Seine Sendboten konnten die Restitution in Frankfurt nicht vollziehen, weil ihm in Rom die Minuten der entsprechenden Bullen nicht übergeben worden sind. Die Aussteller wollen in dieser Angelegenheit eine Gesandtschaft nach Rom entsenden.

Am kommenden Sonntag Letare [19. März 1447] wollen sich alle Beteiligten mit dem König in Nürnberg treffen und über die dann herrschende Lage beratschlagen.

Die Aussteller sagen zu, dass Vorstehende unverbrüchlich einzuhalten. Die Fürsten und Sendboten kündigen ihre Siegel an

- Geschehen zu Franckfurt am Mitwochen nach sant Francisci tag ... 1446.

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 25 fol. 021v [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/20417 (Zugriff am 17.08.2022)