Böhmer/Will, Regesten (706-1288)

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BW, RggEbMz 01 Nr. 070

Datierung: Frühjahr oder Sommer 747 (1. Mai 748)

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Inhalt

Kopfregest:

Papst Zacharaias schreibt an Bonifatius.

Vollregest:

Papst Zacharias meldet ihm, dass er durch den Bischof Burchard seinen Brief erhalten und aus demselben ersehen habe, welchen Kampf er bei der Verkündigung des Evangeliums Christi führen müsse. (Per quorum scriptum tenorem agnovimus, magnum habere certamen et sudoriose elaborare fraternitatem tuam in praedicatione evangelii Christi dei nostri et exortatione sanctae catholicae et orthodoxae recte fidei, quam etc.) Er bitte daher Gott, dass er ihn gesund und kräftig erhalte, um sein Werk zur Vollendung führen zu können.

Dann beantwortet er die an ihn gestellten Fragen über die Taufe unter Anrufung der heiligen Dreifaltigkeit, über Irrlehrer und Betrüger unter Bischöfen und Priestern, welche er durch eine Synode von Priestern seiner Provinz zur Buße bringen zu lassen rät; die rechtgläubigen Kleriker aber soll er stärken, damit sie gegen alle Widersacher Beistand leisten.

Den Priester Samson, welcher über die Taufe Irrlehren verbreite, möge er aus der priesterlichen Gemeinschaft ausstoßen.

Seinem Buch über die Einheit der katholischen Kirche spendet er großes Lob. Einen Priester zu den Konzilien in Franken und Gallien zu schicken, wie er verlangt habe, sei bei seinen Lebzeiten nicht nötig.

Über das von Bonifatius und den Bischöfen Frankens ausgestellte rechtgläubige Bekenntniss spricht er seine Freude aus. Den Priester Vigilius, welcher ihn (Bonifatius) bei dem Herzog Otilo von Bayern verleumde und ein Bistum durch Lügen zu erlangen strebe, möge er aus der Kirche stoßen.

In Bezug auf Köln hatte Bonifatius dem Papst geschrieben, dass die Franken ihr Wort nicht gehalten. Er war deshalb nach Mainz übergesiedelt, (quod jam olim de Agrippina civitate scripsisti, quod Franci non perseveraverunt in verbo, quod promiserunt, et nunc moratur tua fraternitas in civitate Magontia).

Auf die Bitte des Bonifatius, dass der Papst ihm einen Nachfolger auf dem Mainzer Stuhl ernennen möge und dass er selbst nur Abgeordneter des apostolischen Stuhles bleiben wolle, antwortet er ihm, dass er den Mainzer Stuhl nicht verlassen solle (... sedem, quam obtines, sanctae Mogontinae aecclesiae nequaquam relinquas); finde er aber einen Mann, der die Sorge für die Seelen übernehmen könne, so möge er ihn an seiner statt zum Bischof weihen.

- D. kal. Maii. imp. Constantino a. 29, p. cons. eius a. 7, ind. 1.

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Zitierhinweis:

BW, RggEbMz 01 Nr. 070, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/4839 (Zugriff am 17.08.2022)