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IGL, MzUrkunden 1449 Urk. 08

Datierung: 27. Oktober 1449

Quelle

Aussteller:

Empfänger:

Archiv: IGL MzUrkunden

Weitere Überlieferung:

  • StAD, Urkk. Rheinhessen: Mainz, Stadt; Kopie: Urkundensammlung im Institut für Geschichtliche Landeskunde IGL.

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Vollregest:

Johannes Guldenschaf (Guldenschaiff), Dekan und das Kapitel des Stiftes St. Stephan, vergeben den Hof samt Zubehör, in der Muntat des Stiftes gelegen, hinter dem Kirchhof des Stiftes in der gasßen als man hyne in dye wijßen gasßen ußen geet genant zum stacze als dictus zum knechte. Diesen hatten viele Jahre Eberhard (Ebirhard) von Schonenburg und seine verstorbenen Eltern vom Stift besessen und dafür einen jährlichen Zins in Höhe von 3 Pfund Heller 13 Schillinge und 4 Heller gezahlt.

Der mittlerweile ebenfalls verstorbene Eberhard hatte das Gut verfallen lassen und auch den Zins nicht gezahlt. Das Stift hatte den Hof und Garten zu 3 Terminen ausgeklagt und nach Recht und Gewohnheit zurückgeholt.

Um den Hof wieder in guten Bau zu bringen, hat das Stift den Hof mit allem Zubehör dem Mathis Schildknecht (Schiltknecht), Vikar an St. Stephan, auf Lebenszeit verliehen. Mathis zahlt als jährlichen Zins am Martinstag [11. November], spätestens einen Monat danach, 1 Pfund Heller Zins, als Grundzins 17 Schillinge 2 Heller, und an die Präsenz des Stiftes die übrigen 25 Heller, für einen in der Muntat gelegenen cleine flecken oder Hofreite, den vor Zeiten Herbort von Boppard (Boparten) und danach Katherina Hocheymer innehatte, zahlt er 7 Schilling und 3 Heller an die Präbende und 10 Schillinge Heller an die gemeine Präsenz.

Mathis soll im kommenden Jahr eine schurre myt eyner dunen und mit schifferstein decken errichten und zwar im dem Hof an dem Steine Stocke biß an dye czwerche mure, die dort steht. Die Mauersteine die er ihm gepachteten Hof und Erbe ausbricht und ausbrechen lässt, darf er nicht veräußern, sondern muss sie im Hofgut verbauen. Dafür muss Mathis vier Jahre lang den Zins von 1 Pfund Heller jährlich nicht entrichten.

Wenn Mathis stirbt, fallen Hof, Haus, Scheuer, Garten und Erbe samt allem Zubehör binnen Monatsfrist, ohne Widerspruchsrecht seiner Erben, an das Stift zurück.
Dekan und Kapitel kündigen das Kapitelsiegel an. Mathis verspricht, alle Bestimmungen unverbrüchlich zu halten und kündigt ebenfalls sein Siegel an.

- Datum ... 1449 in vigilia sanctorum, Simonis et Jude Apostolorum.

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Keine

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Zitierhinweis:

IGL, MzUrkunden 1449 Urk. 08, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/21367 (Zugriff am 15.12.2019)