Otto - Erzbischofsregesten (1328-1353)

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Otto, RggEbMz Nr. 3127

Datierung: 21. Januar 1331

Quelle

Ohne Aussteller, Empfänger und Empfangsort

Archiv: Otto, Regesten

Weitere Überlieferung:

  • Otto, Regesten mit Verweis auf: Or.: Koblenz 1 a. Die Siegel Emichos von Nassau und Gerlachs von Limburg hängen. - Gedr.: Gunther, Cod. dipl. 3, 1, 293 Nr. 172. - Reg.: Görz, Regesten der Erzbischöfe zu Trier S. 74; Roth, Fontes I, 1, 151 Nr. 101. - Vgl. Dominicus S. 295; Schaus in Nass. Heimatblätter 27, 4 S. 86.

Inhalt

Kopfregest:

Erzbischof Baldewin zu Trier schließt mit den Grafen Gerlach und Emicho von Nassau, dem Grafen Johan zu Sayn, Gerlach Herrn zu Limburg und Gyso Herrn zu Molsberg ein Landfriedensbündnis.

Vollregest:

Erzbischof Baldewin zu Trier (Trierin) schließt mit den Grafen Gerlach [a] und Emicho von Nassau (-sowe), dem Grafen Johan zu Sayn (Seyne), Gerlach Herrn zu Limburg (Lympurg) und Gyso Herrn zu Molsberg (Mollis-) ein Landfriedensbündnis zum Schutze der Kaufleute (umbe des landis beste und uf daz der kaufman libis und gu<o>idis versychirt varen moge), von dem Dorf Eype, (da die grafschaf von Seyne anegeit), bis Castel am Rhein. Gegen Geleitsbruch wollen sie gemeinsam einschreiten. Der Erzbischof, der sich des Geleites (umbe unsir vurgeschriben edilre manne bede) angenommen hat, kann mit Frist von einem Vierteljahr aufsagen, ebenso die Grafen und Herren. "Und sullent sie ouch uns helfin bit alre irre macht, unse land und strazen dissid Ryns, da Montabu<o>ir gelegen ist, ob is noit were, zu<o> behu<o>den und beschirme". Geraten die Grafen und Herren des Geleites wegen mit jemand in Streit, so wollen sie sich solidarisch erklären.

- 1330 uffe sente Agneten dage der heyligen Juncfrowen.

Quellenkommentar:

Die Grafen Gerlach und Emicho zu Nassau (-sowe), Graf Johan zu Sayn (Seyne), Gerlach Herr zu Limburg (Lympurg) und Gyso Herr zu Molsberg geloben dem Erzbischof Baldewin von Trier, für die Beteiligung an der Beschirmung der Landstraße und dem Geleite von dem Dorf Eype bis Castel am Rhein jährlich 500 Mk. Pfennige in Montabaur an des Erzbischofs Kellner zu zahlen. Von dieser Summe entfallen auf Gerlach von Nassau 361 Mk. 16 Penninge, auf Emicho 28 Mk., auf Johann von Sayn 83 Mk. 4 Schillinge, auf Limburg und Molsberg je 14 Mk.
- D. geg. ist 1330 of sante Agnetin dage der heilegin junfrauwen.
Or.: Koblenz 1a. Die Siegel bis auf das des Grafen von Sayn erhalten. - Gedr.: Höfer, Auswahl ältester deutscher Urkunden 228 Nr. 134 nach dem stark verletzten Original.

Fußnotenapparat:

[a] In seinem Dienstrevers, d. d. 1330 des Vridaygis vur dem echtzindin dagge (= 11. Januar) (Günther, Cod. dipl. 3, 1, 292 Nr. 171) hatte Reynhart, Herr zu Westerburg, die Grafen Gerlach von Nassau, seinen "Omin", und Johan von Solms (solmisse) ausgenommen.

Quellenansicht

Keine

Metadaten

Zitierhinweis:

Otto, RggEbMz Nr. 3127, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/7467 (Zugriff am 15.12.2025)