StAD R 11 REM Nr. 25

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StAD R 11 REM Nr. 25 [099]

Datierung: 21. Mai 1375

Quelle

Aussteller:

Empfänger:

Archiv: Darmstadt StaatsA

Weitere Überlieferung:

  • StAD R 11 REM Nr. 25 mit Verweis auf: Eingerückt in den Revers des Heinrich vom Rhein (Ryne), Vogt (faugd) zu Dieburg (-purg), und seiner Gattin Gudel, 1375 Mai 24 (Datum feria quinta post dominicam Cantate), Or. Perg. München, Reichsarchiv, Mainzer Dom, fasc. 128, Nr. 6. Das Siegel Heinrichs vom Rhein (zugleich für Gudel) hängt, stark verletzt (das Siegelfeld fast ganz zerstört). Regesta Boica Bd. IX, S. 329 (Regest des von Heinrich vom Rhein ausgefertigten Reverses, 1375 Mai 24).

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Vollregest:

Adolf, erwählter Erzbischof zu Mainz und Bischof zu Speyer, bekennt, daß die Schulden, die die Erzbischöfe Gerlach und Johann dem Heinrich vom Rhein (Ryne) [1] schuldig geblieben sind und die er (Adolf) selbst bei Heinrich hat, 4.672 Goldgulden Mainzer Währung betragen.

Da er sie jetzt nicht zahlen kann, so verpfändet er mit Einwilligung des Dompropstes Andreas (Endres) von Brauneck (Brunnecken), [2] des Domdechanten Heinrich Beyer [von Boppard], [3] des Domscholasters Otte von Schönburg (Schonen-) [4] und des ganzen Domkapitels dem Heinrich vom Rhein und seiner Frau Gudel das erzbischöfliche Amt und die Kellnerei zu Dieburg (-purg) mit allen Gülten und Gefällen, wie er sie vorher innehatte, und besonders die Judenbede, ausgenommen das, was an Gülten zur Bewachung der erzbischöflichen Burg zu Dieburg und zur Bezahlung der Burglehen nötig ist.

Die Rücklösung mit 4672 Goldgulden ist 1/4 Jahr vorher anzukündigen, die Zahlung soll zu Mainz oder zu Frankfurt auf der Münze geschehen. Heinrich vom Rhein soll Burg und Stadt Dieburg in Amtes Weise innehaben. Geheiß Adolfs an die Stadt, dem Heinrich als ihrem Amtmann gehorsam zu sein. Auch dann, wenn Heinrich durch Frevel (Totschlag u. a.) und Übergriffe vorgeht, soll er in seiner Pfandschaft nicht geschädigt werden und keinen Schaden leiden; wenn er sein Geld erhalten hat, soll er dem Kläger rechtes gehorsam sein. Frühere Urkunden über Schulden des Stiftes sind ungültig und sollen von Heinrich an Adolf ausgeliefert werden. Wird Heinrich des Amtes und der Kellnerei beraubt (entweldeget), so daß ihm die Gülten nicht fallen, so soll ihm der Erzbischof entsprechend viel andere Gülten anweisen.
Siegelankündigung: erwählter Erzbischof Adolf (Vormundschaftssiegel), Domkapitel.

- Datum Eltvil secunda feria post dominicam cantate 1375.

Fußnotenapparat:

[1] Heinrich vom Rhein, Keller und Vogt zu Dieburg.
[2] Andreas von Brauneck (+1391), 1373 vom Mainzer Domkapitel zum Dompropst gewählt (REM, Bd. II, 1, Nr. 3117), Provision erst 1380, aber auch vorher schon possedierender Dompropst.
[3] Heinrich Beyer von Boppard (+1377), Dekan des Domstiftes zu Mainz.
[4] Otte von Schönburg (+1381), Mainzer Domscholaster, Domherr in Trier.

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Keine

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Zitierhinweis:

StAD R 11 REM Nr. 25 [099], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/21191 (Zugriff am 27.05.2022)