Mainzer Regesten aus dem IGL (1421-1500)

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IGL, MzUrkunden 1448 Urk. 05

Datierung: Zwischen dem 30, Mai und 1. Juli 1448

Quelle

Aussteller:

Archiv:

Weitere Überlieferung:

  • Dom- und Diözesanarchiv Mainz, Pfarrarchiv St. Emmeran; Kopie: Urkundensammlung im Institut für Geschichtliche Landeskunde IGL

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Das weltliche Gericht urkundet in Sachen des Hauses zum Sticheln, gegenüber dem luseborne, hinten an dem Starcken gelegen.

Vollregest:

Der weltliche Richter Johann Grans (Granß) gab von Gerichts wegen Herrn Johann Funth die Gewere in die Häuser und das Erbe zum Sticheln, gegenüber dem luseborne, hinten an dem Starcken gelegen, und in alle zugehörigen Unterpfänder, für eine versäumte (versessen) Gülte, gemäß der allgemeinen Präsenzbriefe von St. Agnes.

Richter Johann gab ihm darüber Friede und Bann, wie es Gewohnheit und Recht ist. Zur Eröffnung der Gewere setzte ihm Richter Grans einen Gerichtstag am 30. Mai 1448 (vff den nehisten dornstag nach vnßers hern lichnams tag). Wenn jemand die Gewere beanspruchen wollte, sollte er dies an diesem Tag tun. Zeuge war Peter von Sinsheim (Sunßheym), Diener des Richters.

Am 30. Mai 1448 war Heinrich Bock Richter. Johann Funth erschien und wahrte damit seine Gewere. Es erschien Clas (Claß) von Flörsheim (Flerßheim), der hyesch herrn Petern zum more vff soliche gewer sine den tage biß vff den nehisten Montag darnach [3. Juni 1448].

Am 3. Juni war Clas (Clais) Schenckenberg Richter. Johann Fünth erschien und wahrte seine Gewere, da Clas (Claiß) von Flörsheim dem Herrn Peter zum More sine den dage gehyisch(e)n hat. Aber niemand kam. Dabei waren Bechtolff Dunger und Peter von Ache, die Fürsprecher. Dies ist alles eidlich verbürgt vor Herrn Volprecht von Dersch (ders), Kämmerer zu Mainz. Anwesend waren Schultheiß Konrad (Conradt) Billung sowie Fürsprecher und Büttel. Publicatum ... 1448 ... fferia quinta proxima post diem sancti Bonifacij episcopi, [6. Juni 1448]

Der weltliche Richter Johann Grans (Granß) gebot von Gerichts wegen zum 1. Mal für (wegen) Herrn Johann Schutz, Zinsmeister der Herren und Altaristen von St. Agnesen, allen denen, die die beiden Häuser, genannt zum Sticheln hinter dem Starken gein dem luseborne vber gelegen und zugehörige Unterpfänder, innehatten, diese Häuser und Unterpfänder zu räumen, wegen der versäumten Gülte, gemäß der Präsenzbriefe des Altaristen von St. Agnes. Geschehe dies nicht, sollte ein Tag vor Gericht für den nächsten Freitag nach St. Basilidistag [14.6.1448) anberaumt werden.

Am 14. Juni 1448 gebot der Richter zum 2. Mal für Zinsmeister Herrn Johann die Räumung. Sollte dies nicht geschehen, wird ein Tag vor Gericht für den kommenden Montag [17. Juni 1448] anberaumt.

Am 17. Juni gebot der Richter wegen Zinsmeister Johann zum 3. Mal die Räumung der beiden Häuser und zugehörigen Unterpfänder. Sollte dies nicht geschehen, wird ihnen ein Tag am kommenden Mittwoch danach [19. Juni 1448] geboten. Dabei war Johannis Orttenbergk, des Richters Diener.
Am ersten und dritten Tag hatte Richter Johann Grans den Vorsitz, am zweiten Richter Clas Schenckenberg. Zinsmeister Johann Schutz wahrte und erhielt die Gewere, da niemand anderes erschien. Dabei war Peter von Achen (Aichen), der Fürsprecher. Dies ist alles eidlich verbürgt vor Schultheiß Konrad Billing, Richter Heinrich (Henrich) Werk sowie Fürsprechern und Büttel. Actum 1448 diebus ut supra. Publicatum eodem anno fferia Quinta proxima post diem sanctorum viti et modesti [20. Juni 1448]

Anno etc. 1448 secunda petri et paulih [1. Juli 1448] Herr Johannes Funth (Fundt) etc. ind. In die beiden Häuser zum Sicheln gegenüber dem Lueseborn, hinter dem Starken etc. gemäß dem Präsenzbrief von St. Agnes von Seiten der Präsenz dort etc. herr petri Mories sit. sibi indti. 

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Keine

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Zitierhinweis:

IGL, MzUrkunden 1448 Urk. 05, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/14604 (Zugriff am 15.08.2022)