Mainzer Ingrossaturbücher Band 24

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StA Wü, MIB 24 fol. 190v [01]

Datierung: 9. Dezember 1441

Quelle

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Archiv: Würzburg StaatsA

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Inhalt

Kopfregest:

Erzbischof Dietrich leitet die Gerichtsverhandlung in der »Regensburger Sache« und fällt ein Urteil über das strittige Testament des Hans Kastenmeyer.

Vollregest:

Erzbischof Dietrich bekennt, dass vor ihm in Miltenberg am St. Bartholomäusabend [23. August] erschienen sind: Meister Heinrich von Cappel, Lehrer beider Rechte, mit vollem gewalt der Herren Lucas Ingelstetter (Jngelsteter), Hans Graner, Martin Altman, alle Bürger von Regensburg, als Geschäftsherren und Treuhänder des verstorbenen Hans Kastenmeyer, ebenfalls Bürger in Regensburg.

Die Herren brachten eine königliche comission oder beuelheniß vnd verbott. Diese lautete folgendermaßen: »Wir, Dietrich etc.«, und baten uns [Erzbischof Dietrich], in Kraft dieser comission und Beuelhniß gegen die darin genannten Personen zu verhandeln. Das habe er, der Erzbischof, auch so getan. Die benannten Personen waren Jorge und Symon Paitzskofer, Jorge Haberkorner, Niclas Krentzel, Hans und Liebhart, Söhne des Melchior Sydel by der muren, Friedrich Frießburger zu Straubing (Strubingen) und zu Dingolfing (Dingelfingen) und auch die oben genannten Geschäftsherren. Sie wurden gemäß der königlichen Commisson auf den 40. Tag nach der Ladungen dorthin zitiert, wo der Erzbischof mit seinem Hof dann sein würde.

Danach kam am Mittwoch St. Crispini und Crispiani Meister Hartung von Cappel vor Erzbischof Dietrich und der Ritter Hans Frauenberger (Frauwenberger) von Brunn (Brun) mit vollem gewalt des Lucas Ingelstetter, Hans Graner und Martin Altman, Geschäftsherren des Kastenmeyer.

Genannt werden in der danach geschilderten verwickelten Verhandlung über das Testament des Kastenmeyer noch Lienhart Friesen, Friedrich Friesen, Söhne des Hans Sydel by der muren, der Rat der Stadt Regensburg, der Regensburger Stadtschreiber, die Stadt, das Schloss und der sale Höchst [Main], Peter Echter, Mainzer Domdekan, Johann Swert, geistlicher Richter, Hans von Wittstatt der ältere, Rat des Erzbischofs, Johann Gutwin, erzbischöflicher Vikar in geistlichen Dingen, Konrad Fritzlar (Conraten ffritzlar), erzbischöflicher Siegler, Bischof Friedrich von Regensburg, das Land Bayern sowie Johannes Gladebach.

Als Gerichtsbeisitzer werden genannt: die Mainzer Domherren Konrad Rau von Holzhausen der alte, Richard von Kleen, Heinrich Greifenclau von Vollrads und Richard von Stein (Oberstein), Propst Johannes von Lysur von Mariengreden, Helwig von Boppard, erzbischöflicher Kanzler, Hermann Rosenberg, Kanoniker am Mariengredenstift, Hermann Stummel, Kanoniker am St. Stephansstift, Johannes Bruning, Doktor der geistlichen Rechte, Jorgen Heimburg (Heymburg), Doktor in beiden Rechten, Dietrich Ebbracht, Schulmeister in Aschaffenburg. Weltliche Gerichtsbeisitzer waren Bernhard Graf zu Solms, Franck von Kronberg der alte, Philipp von Kronberg, Ritter, Hans von Wittstatt, Henne von Bellersheim, erbischöflicher Küchenmeister, Konrad von Romrod, erzbischöflicher Marschall und Johann Morsse (Morße), Zollschreiber in Höchst.
Erzbischof Dietrich kündigt sein Siegel an.

- ... geben ...zu Hoest am Samßtag nach vnser lieben frauwen tag Conceptionis ... 1441.

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Keine

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 24 fol. 190v [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/17359 (Zugriff am 26.01.2022)