Vigener - Erzbischofsregesten (1354-1374)

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Vigener, RggEbMz Nr. 0229

Datierung: 16. November 1354

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Archiv: Vigener, Regesten

Weitere Überlieferung:

  • Vigener, Regesten mit Verweis auf: Or. Perg.: Erfurt, Stadtarchiv. Die großen Siegel des Erzbischofs und des Kapitels an Presseln. - Kop.: Würzburg, Ingrossaturbuch 4 fol 72 (ohne Datum) und daraus (15. Jh.) 3 fol. 60, Erfurt, Stadtarchiv, Grünes Buch (II 18) fol. 94v. (Ebenda neuere Abschriften.)- Gedr.: Abgedrungene ... Refutation ... und ... Remonstration-Schrift [Mainz gegen Erfurt, 1647], Copiale S. 24 Nr. 20;
    Lünig, Reichsarchiv 14 II, 447; J. Chr. Hirsch, Münzarchiv 1, 26; Beyer, Erfurter UB. 2, 336 Nr. 416.
    Verz.: Gudenus, Hist. Erfurt. 1. II c 13 S. 108 und daraus Joannis, Rer. Mogunt. 1, 671 Nr. 37; J. H. v. Falckenstein, Historie v. Erfurt 251; Georgisch, Regesta 2, 561 Nr. 74, Schöttgen, Inventarium 265; v. Freyberg, Reg. Boica S. 306; v. Tettau i. d. Jahrb. der Erfurter Akademie N.F. 1 (1860), 107. - Vgl. Kirchhoff, Weistümer v. Erfurt 168 f.
    Latein. Ausfertigung (D. Maguntie XVI. kal. Dec. 1354): Or. Perg. a. a. O. (Siegel wie dort). - Kop. (ohne Datum): Ingrossaturbuch 4 fol. 73v. - Gedruckt: Beyer, Erfurter UB. 2, 338 Nr. 417.

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Erzbischof Gerlach von Mainz kümmert sich um die prekäre finanzielle Lage des Erzstiftes.

Vollregest:

Mainz - Erzbischof Gerlach von Mainz bekundet: Da sein Stift nicht genug bewegliches Gut hat zur Bezahlung der mannigfachen Schulden - er hat sie aufnehmen müssen, um seine Rechte und die des Erzstiftes an der Kurie zu sichern und zur Lösung einiger Güter, die (nicht ohne großen Schaden für das Erzstift) versetzt sind -, so verkauft er mit Rat und Willen des Dekans Rudolf, des Schulmeisters Gerhard, des Kustos Heinrich nnd des ganzen Domkapitels dem Rat und den Bürgern der Stadt Erfurt, seinen lieben Getreuen, für 3.000 Mark lötiges Silber, Erfurter Gewicht, seine Münze [a] daselbst mit allen Rechten, Freiheiten, Gewohnheiten, Nutzen und Ehren, wie er und seine Vorgänger sie hatten. Das Münzeisen soll stets im erzb. Vorwerk zu Erfurt bleiben, aber die Bürger können es nach Belieben gebrauchen. Ferner erklärt er, dass fortan kein Erfurter Bürger ihm oder seinen Amtleuten den Schlagschatz (slegeschacz) von Korn, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel oder anderem Getreide, von Hopfen oder Holz, den das Erzstift bisher erhalten hat, zu gehen braucht, dass die Stadt vielmehr mit diesem Schlagschatze tun und lassen kann, was sie will. Mainz kann Münze und Schlagschatz mit 3.000 Mark (zahlbar in Erfurt) wiederkaufen. Der Erzbischof verzichtet auf alle Rechtsmittel gegen den Verkauf. Das Domkapitel (s. oben) siegelt mit.

- G. zu Mencze off den nehesten suntag nach sente Martins dage 1354.

Quellenkommentar:

Der Revers Erfurts - die Ratsmeister, der Rat und die Bürger, die die (eingeschaltete) Urkunde Gerlachs erhalten haben, geloben, gegen Erstattung der Kaufsumme den Besitz (und die erzb. Urkunde) zurückzugeben, und verzichten auf alle Rechtsmittel gegen den Wiederkauf - ist am 29. Nov. ausgestellt: a) Deutsche Ausfertigung (G. zu Erforte an sante Andree abend des heilgen aposteln 1354), 2 Perg. Or. (beide von einer Hand) mit dem großen Stadtsiegel an Pressel: München, Reichsarchiv (Mainz, Domkapitel fasc. 108b). b) Latein. Ausfertigung (D. Erfordie tertio kal. Dec. 1354), 2 Perg. Or. (beide von einer Hand) a. a. O. (an dem einen ist nur die untere Hälfte des Siegels erhalten). - Erw.: Beyer a. a. O. zu Nr. 416 und 417. - Vgl. die Quittung Gerlachs vom 5. Febr. 1355, Reg. 284.

Fußnotenapparat:

[a] Schon EB. Gerhard II. hatte der Stadt 1291 März 18 die Münze verpachtet (bis zum 11. Nov. 1302), Beyer 1, 282ff.; Reg.: E. Vogt, Mainzer Regesten 1 Nr. 202 (vgl. 203).

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Keine

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Zitierhinweis:

Vigener, RggEbMz Nr. 0229, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/5679 (Zugriff am 26.01.2022)