Vigener - Erzbischofsregesten (1354-1374)

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Vigener, RggEbMz Nr. 0168

Datierung: 25. Juni 1354

Quelle

Aussteller:

Ausstellungsorte:

Archiv: Vigener, Regesten

Weitere Überlieferung:

  • Vigener, Regesten mit Verweis auf: Notariatsinstrument[a] auf Perg. mit Signet: Darmstadt (Büdesheim Nr. 23). - Regest: Baur, Hessische Urkunden 3, 350 Anm.

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Streit um die Vogtei des Dorfes Büdesheim.

Vollregest:

Mainz - Heinrich Grozze von Partenheim (Partenhein) und sein Bruder Heneckin Sweifkruewsel, Heinrichs Söhne Heinrich und Henneckin und sein Eidam Gerlach von Wöllstein (Wildestein), Heneckin und Konrad gen. Brageiz von Büdesheim (Budenshein) und Lang-Otto Olm (Olmen), Edelknechte, für sich und ihre Gesellschaft, beanspruchen von dem St. Stephansstift zu Mainz (Meintz) die Vogtei des Dorfes Büdesheim unter dem Eysberg, die sie von der Herrschaft von Hohenfels (Hohenvels) zu Lehen zu haben vermeinen.

Dagegen erklären der Dekan und das Kapitel von S. Stephan, dass das Dorf Büdesheim, Leute, Güter und Gerichte, Ein- und Absetzungsrecht der Schultheißen und Schöffen ihres Stiftes rechtliches Eigen sei, daß sie allein oberste Herren und Vögte dort seien und weder die von Hohenfels, noch die gen. Edelknechte, noch deren Gesellschaft, noch sonst jemand dort irgend ein Recht oder eine Vogtei hätten, nur habe das Stift den gen. Edelknechten und ihrer Gesellschaft (es dürfen nicht mehr als zehn sein) als Mannen des von Hohenfels jährlich 5 Schilling Mainzer (Meintscher) Pfennige als Lehen zu gehen, wofür die zehn und ihre Nachkommen das Stift in dem Besitz schützen sollen; diese 5 Schilling zu zahlen, seien sie allzeit bereit gewesen und sind jetzt bereit. Nun sind beide Parteien am 25. Juni (uf die mitwochen nach sant Johans dage baptistes als er geborn wart) nach Mainz vor Erzbischof Gerlach von Mainz gekommen und haben auf Unterweisung hin vereinbart, je einen Ratmann (einen Geistlichen oder Laien) zu wählen, und den Erzbischof zum gemeinsamen Obermann gekoren. Wenn die zwei Ratmannen sich nicht einigen, sollen sie Zeugenaussagen und ihren Spruch dem Erzbischof schriftlich übergeben; was er oder der, den er beauftragt, auf Grnnd dessen bis Martini entscheiden wird, das zu halten, haben beide Parteien in des Erzbischofs Hand gelobt, bei Verlust ihrer Ansprüche.

Zeugen: Wilhelm von Saulheim (Sowelnheim), Mainzer Domherr, Ritter Ulrich von Cronberg, Vitztum im Rheingau, Johann, Schulmeister des Johannisstiftes, Gottfried, Schulmeister des Mariengredenstiftes zu Mainz, Herbert Rink von Saulheim, Ritter, Dil zum Jungen (Jungen) und Johann zum Humbrecht, Ratsherren zu Mainz.

Dise ding sint also gerette, geschehen und globt 1354 uf die mitwochen als da vor geschriben steet in der sibenden indiccion by unsers allerheiligsten vaders geziden babst Innocencius des sehsden in dem andern iar sins babstumes in dem hove der wonnnge des vorgen. unsers herren von Meincz.

Der Schiedsspruch Erzbischof Gerlachs von Mainz erfolgte am 5. Nov., siehe Regest Nr. 216.

Fußnotenapparat:

[a] Kaiserlicher Notar Heinricus Heinrici de Augusta clericus Moguntin[us].

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Keine

Metadaten

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Zitierhinweis:

Vigener, RggEbMz Nr. 0168, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/5593 (Zugriff am 24.05.2022)