Vigener - Erzbischofsregesten (1354-1374)

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Vigener, RggEbMz Nr. 3038

Datierung: 7. April 1372

Quelle

Aussteller:

Empfänger:

Archiv: Vigener, Regesten

Weitere Überlieferung:

Vigener, Regesten mit Verweis auf:

  • Kop.: Würzburg, Ingrossaturbuch 9 f. 143 (Datumzeile beschädigt).
  • Karlsruhe, Kopiar 287 (132) f. 93v (daraus: Speyer, Kreisarchiv, Kopiar B. Adolfs S. 473).
  • Regest: J. G. Lehmann, Burgen der Pfalz 2, 270; Remling, Geschichte Bischöfe Speyer 1, 646 und Handloß, Adolf I. 16 (beide falsch zu 1373).

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Das Speyer Domkpaitel verkauft mit Zustimmung Bischof Adolfs die Burg Rietburg dem Ritter Arnold von Engassen.

Vollregest:

Friedrich von Schönberg (Schonenburg), Domdekan, und das ganze Domkapitel zu Speyer verkaufen die Burg Rietburg (Ryperg) und die dabei liegenden Dörfer Weyher (Wyler; Wiler) und St. Martin nebst Zubehör, die sie für 3.000 Pfund Heller von Bischof Gerhard von Speyer gekauft haben (wie die eingeschaltete Urkunde Gerhards vom 28. September 1349 besagt)[a], nach einmütigem Kapitelsbeschluss und mit Genehmigung Bischof Adolfs für 2.800 Flor. Goldgulden auf Wiederkauf dem Ritter Arnold von Engaszen, da das Kapitel infolge des langen Krieges, durch Misswachs und wegen Nichtbestellung (unbuwe) der Güter in so große Bedrängnis gekommen ist, dass es die stark geschädigte Burg nicht selbst ausbessern kann.

Weitere Veräußerung ist nicht gestattet. Nur mit Einwilligung des Bischofs und des Kapitels darf Arnold einen andern in Gemeinschaft nehmen. Die Burg steht dem Hochstift Speyer offen, Arnold bleibt des Kapitels Mann. Er darf binnen 5 Jahren 400 Gulden verbauen, die bei der Lösung mit den 2.800 Golden auf der Münze zu Speyer zurückzuzahlen sind.

Nach dem Rückkauf mit 3.200 Gulden, der in jedem Jahr vor dem 23. April (Georgentag) geschehen kann, hat Arnold 200 Gulden auf Eigengut aufzulassen und von dem Kapitel zu Lehen zu nehmen, falls dieses die Feste löst, dagegen von dem Bischof, falls er dies tut, nachdem er die Feste von dem Kapitel an das Bistum zurückgekauft hat. Bischof Adolf bekundet seine Einwilligung und siegelt, nach ihm siegelt das Kapitel, das auf alle Rechtsmittel gegen den Vertrag verzichtet.

- Geben 1372 [an dem]e[b] mitwochen nach santh Ambrosii tage des heilgen bischoffes.

Fußnotenapparat:

[a] Vgl. Lehmann, Burgen der Pfalz 269 f.
[b] In der Karlsruher Kopie: uff den.

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Zitierhinweis:

Vigener, RggEbMz Nr. 3038, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/4641 (Zugriff am 27.05.2022)