Vigener - Erzbischofsregesten (1354-1374)

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Vigener, RggEbMz Nr. 2971

Datierung: 29. November 1372

Quelle

Aussteller:

Ausstellungsorte:

Archiv: Vigener, Regesten

Weitere Überlieferung:

Vigener, Regesten mit Verweis auf:

  • Zwei Perg. Or.: a) München, Reichsarchiv (Erzstift Mainz fasc. 224 = 1. Nachtrag fasc. 41). Die 13 Siegel, alle außer dem des Voltzo beschädigt, an Presseln. b) Darmstadt (Mainz, Generalia). Von den 13 Siegeln fehlen die der beiden Äbte, das des Domkapitels ist stark beschädigt. Kop. (um 1450): Darmstadt, Kopiar von St. Peter 1 f. 140 Nr. 226.
  • Abschrift (von 1788): Würzburg, Mainzer Bücher Nr. 9c S. 26-42.
  • Regest von 1726: Darmstadt, Epitome archivi s. Victoris S. 89.
  • Druck: Gudenus. Codex dipl. 3, 507.
  • Erwähnt: Joannis, Rerum Mogunt. 1, 1019; Scriba, Hess. Regesten 3, 218 Nr. 3245.
  • Vgl. Vigener, Karl IV. und der Mainzer Bistumsstreit 25, ferner Vigener, RggEbMz Nr. 2222.

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Der Mainzer Klerus widersetzt sich dem Verlangen des Papstes, den Zehnten in der Mainzer Kirchenprovinz einzufordern.

Vollregest:

Bruno von Scharfenstein (Scharpinstein, Scharpenstein), Abt von St. Alban vor Mainz, Voltzo von Lorch, Abt von St. Jakob bei Mainz, und ihre Konvente, Heinrich Beyer, Mainzer Domdekan, Konrad von Königstein (Kunigistein; Kungistein), Dekan von St. Peter, Hermann von Wetter, Dekan von St. Stephan, Hugo von St. Paul, Dekan von S. Viktor, Heinrich von Wiesbaden (Wysebaden), Dekan von St. Maria in campis, Hermann von Wiesbaden, Dekan von St. Maria ad gradus, Konrad von Kastel (Cassele), Dekan von St. Mauricius, Dilmann Scheffir, Dekan von St. Johannes, Nikolaus, Dekan von St. Gangolf (Gingolf, Gyngolf) zu Mainz und ihre Kapitel, die einzelnen Kanoniker der Kapitel und die einzelnen Personen der Konvente bekunden: Wie ihnen in glaubwürdiger Weise berichtet wird, hat der gegenwärtige Papst Gregor XI. beschlossen, den Zehnten aller kirchlichen Einkünfte dieses Jahres in der Mainzer Kirchenprovinz und in einigen anderen Provinzen Deutschlands zu erheben.[a]

Gegenüber dieser Forderung vereinigen sie sich, da es ihnen unmöglich ist,[b] sie zu erfüllen. Es folgen nähere Bestimmungen, u. a. heißt es: Dem Erzbischof Johan von Mainz, der ihre Sache unterstützen will, geloben sie, falls er ihretwegen irgendwelche Unannehmlichkeiten haben sollte, mit Rat und Tat nach Kräften beizustehen und von ihm auf keinen Fall abzulassen. Sie alle schwören auf das Evangelium für Erzbischof Johan und für sich selbst, die Einung zu halten.

Neue Konventualen und Kanoniker sollen binnen acht Tagen nach der Aufnahme den Eid auf die Einung leisten; wer sich weigert, soll suspendiert und von den Früchten seiner Benefizien ausgeschlossen werden, als treulos gelten und für immer der Vorteile dieses Schutzvertrages verlustig gehen. Kirchen und Klöster und deren einzelne Personen, Rektoren von Pfarrkirchen und andere Benefiziaten der Mainzer Diözese können in die Einung aufgenommen werden.

- Actum et datum in civitate Magunt[ina] in loco capitulari ecclesie Maguntine predicte die penultima mensis Novembris 1372.

Fußnotenapparat:

[a] Vgl. Vigener, RggEbMz Nr. 2915, 2958 und 2968.
[b] Der hier folgende Hinweis auf Pest, Sterblichkeit, Misswachs darf nicht so ernst genommen werden, wie es von Mone in der Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrheins 2 (1851), 264 geschieht. Wir wissen übrigens, dass gerade in der Mainzer Gegend der Herbst 1372 ganz außergewöhnlich ertragreich war; vgl. Chronicon Moguntinum S. 32.

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Keine

Metadaten

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Zitierhinweis:

Vigener, RggEbMz Nr. 2971, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/4561 (Zugriff am 19.05.2022)