Mainzer Ingrossaturbücher Band 13

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StA Wü, MIB 13 fol. 316 [01]

Datierung: 9. Januar 1402

Quelle

Aussteller:

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Ausstellungsorte:

Archiv: Würzburg StaatsA

Weitere Überlieferung:

  • Druck: Gudenus, Cod. dipl. IV, S. 6.

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Landfrieden gegen die Verantwortlichen für die Ermordung des Herzogs Friedrich von Braunschweig-Lüneburg.

Vollregest:

Schreiben an den Mainzer Erzbischof Johan.

Albrecht, Erzbischof zu Magdeburg (Mydeburg), Johan Bischof zu Hildesheim (Hildenßheim), Rudolf (Rudolff), Bischof zu Halberstadt (Halberstad), Balthasar, Landgraf zu Thüringen (Doringen), Herman [II], Landgraf zu Hessen, Friedrich (Friderich), Herzog von Braunschweig (Brunßwig) [-Grubenhagen], die Brüder Bernhard (Bernhart) und Heinrich, Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg (Luneberg), Bernhard (Bernhart) [V] Fürst zu Anhalt (Anthalt), Otte, Herzog zu Braunschweig[-Lüneburg], Heinrich Graf zu Hohnstein (Hoenstein), Konrad (Cord) [V] und Heinrich (Henrich) [IV], Brüder, Grafen zu Wernigerode, Gunther [I] Graf zu Mansfeld (Mansfelt), Ulrich Graf zu Regenstein (Reynstein), Heinrich (Henrich) Herr zu [Regenstein-]Heimburg (Hoinburg) sind zusammen mit den Räten der Fürsten und anderen zahlreichen Grafen und Herren übereingekommen, dass sie den Landfrieden, den sie gelobt und beschworen haben, einhalten wollen, wie auch der Erzbischof das gelobt hat.

Die Herren wollen den Frieden gegenüber den erzbischöflichen Landen und Leuten einhalten, ausgenommen gegen Heinrich (Henrich) [VII] Graf zu Waldeck (Waldecke) und die Ritter Konrad (Cuntzeman) von Falkenberg (Falkinberg) und Friedrich (Friderich) von Hertingshausen (Hertingeßhusen), die während der verbodunge der Kurfürsten auf des Reiches Straßen Mord und Übeltat an dem verstorbenen Fürsten Herrn Friedrich (Friderich) Herzog zu Braunschweig und Lüneburg [a] und seinen Begleitern sowie an dem ehrbaren Dompropst Henrich zu Verden begangen haben. Damit sie haben sie ohne alle Schuld der Opfer gegen Gott, die Ehre und das Recht, gehandelt. Sie sind verlandfriedet worden und die Herren müssen gegenüber den Mördern und ihren Gesellen, die dabei waren, den Landfrieden nicht halten. Da die Herren nun in dieser Sache des Landfriedens zur Ehre des heiligen Reiches und zum Nutzen ihrer Lande und Leute beieinander bleiben wollen, bitten sie den Erzbischof, ihnen mittels des selben Boten zurückschreiben, damit sie sich danach richten können. Unter dem Siegel des Bischofs Johan zu Hildesheim (Hildenßheim), des Herrn Rudolf Bischof zu Halberstadt, des Herzogs Friedrich zu Braunschweig und des Fürsten Bernhard zu Anhalt, deren Siegel die anderen Herren mit gebrauchen.

- Gegeben zu Goßlar des nehsten montags nach zwelfftin [1402] [b].

Ein ähnliches Schreiben erging an das Mainzer Domkapitel, um dessen Meinung zu erfahren.

Fußnotenapparat:

[a] Der Mainzer Oberamtmann in Hessen Graf Heinrich VII. von Waldeck und dessen Helfer Friedrich von Hertingshausen und Konrad (Cunzman) hatten den Herzog und den Dompropst Heinrich von Verden am 5. Juni 1400 bei Kleinenglis, wenige Kilometer südlich von Fritzlar auf der Rückreise von der strittigen Königswahl in Frankfurt (Ende Mai 1400) ermordet.
[b] Die Jahreszahl ergibt sich aus dem Zusammenhang und den nachfolgenden Einträgen.

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Keine

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 13 fol. 316 [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/4477 (Zugriff am 27.05.2022)