Mainzer Ingrossaturbücher Band 12

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StA Wü, MIB 12 fol. 136 [01]0

Datierung: 26. Dezember 1391

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Inhalt

Kopfregest:

Erzbischof Konrad von Mainz regelt die Rückzahlung seiner Schulden (4.000 Goldgulden) bei der Stadt Rothenburg ob der Tauber.

Vollregest:

[Erzbischof] Konrad [von Mainz], sein Stift Mainz (Mencze), Engelhart von Weinsberg (Winsperg) und Konrad (Conrad) Herr zu Bickenbach der ältere schulden Bürgermeistern, Rat und Bürgern der Stadt Rothenburg ob der Tauber (Rotenburg uff der Tuber) 4.000 Goldgulden. Die geschuldete Summe wollen sie folgendermaßen zurückzahlen: die ersten 1.000 Gulden werden am kommenden Walpurgistag [1. Mai] bezahlt, weitere 1.000 Gulden genau ein Jahr später, die restlichen 2.000 Gulden an Walpurgis des darauf folgenden Jahres. Die Gelder sind jeweils in Frankfurt (Franckenfurt) im Nürnberger Hof (Nurenberg hoffe) zu erstatten.

Gerät Mainz in Zahlungsverzug, können die Rothenburger die Bürgen schriftlich oder mündlich mahnen. Diese müssen dann unverzüglich zu offenen wirten in Wertheim oder Mergentheim einreiten (infaren), jeder mit einem Knecht und einem Pferd. Alle Kosten gehen zu Lasten der Schuldner. Die Bürgen müssen so lange in Leistung bleiben, bis die Geldschuld getilgt ist. Stirbt ein Bürge oder geht außer Landes muss binnen 14 Tagen gleichwertiger Ersatz gestellt werden. Geschieht dies nicht, müssen die anderen Bürgen so lange Einlager leisten. Ausfallende Knechte und Pferde müssen ausgewechselt werden. Die Bürgen dürfen sich nicht gegenseitig entschuldigen oder vorbringen, man sei über Jahr und Tag nicht zum Einlager aufgefordert worden, oder andere Bürgen sei außer Landes und deshalb sei man der Verpflichtung enthoben. Leisten Bürgen der Mahnung nicht Folge, können die Rothenburger deren Besitz so lange pfänden.

Die Schuldern versprechen ihren Bürgen, sie gütlich aus der Verpflichtung zu lösen und dabei schadlos zu halten. Alle Beteiligten schwören, die Abmachungen unverbrüchlich zu halten und nichts gegen ihre Erfüllung zu unternehmen. Bürgen sind: der Ritter Diether Rüdt (Ruede), erzbischöflicher Amtmann zu Scheuerberg (Schurberg), Eberhard Graf zu Wertheim, Domherr in Würzburg (Wirtzburg), Arnold von Sparneck, ebenso Domherr in Würzburg, der Ritter Konrad (Conrad) Zolner von Halberg, Hans Münch (Munich) von Rosenberg gen. von Helmstadt (Heinstad), Egen Seman, Amtmann zu Tauberbischofsheim (Bischoffsheim), Eberhard von Hardheim (Hartheim), Eberhard von Grumbach zu Uissigheim (Ussenheim), Sifrid von Gosheim, Lupold von Seldeneck, Hans Dofler, alle drei Bürger zu Miltenberg, Heinrich von Kochendorf (Kochendorff), Amtmann zu Gutenberg, Heinrich Wirsing, Bürger zu Tauberbischofsheim, Wiprecht Rüdt von Bödigheim (Butenkeim), Dietz (Dietzel) von Urhausen (Orhuß), Amtmann zu Nagelsberg (Nagelsperg) und Gotze von Adelsheim (Aldetzheim), Vogt zu Weinsberg (Wynsperg).

Die Bürgen bekennen sich zu ihren Pflichten und versprechen, gute Bürgen zu sein. Erzbischof Konrad, Engelhard von Weinsberg und Konrad von Bickenbach kündigen ebenso wie die Bürgen ihre Siegel an

... geben ... Aschaffinburg ... 1391 ... an sant Stoephans tage in den Wyhenachten.

Darunter eine Überschrift: Litera praescripta dominus Maguntinis Engelhardus de Winsperg et Con(ad) de Bickenbach tenent etc. praeconsulibus et consulibus etc. opidi Rotenburg IIII.

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Keine

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 12 fol. 136 [01]0, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/3457 (Zugriff am 14.08.2022)