Mainzer Ingrossaturbücher Band 12

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StA Wü, MIB 12 fol. 057v [02]

Datierung: 1. Januar 1390 - 31. Dezember 1390

Quelle

Aussteller:

Empfänger:

Archiv: Würzburg StaatsA

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Elekt Konrad von Mainz verleiht Gorge von Königstein ein Burglehen auf Schloss Frauenstein.

Vollregest:

L(itte)ra Gorgen de Konigstein sup(er) bonis in Frauwenstein.

[Elekt] Konrad [von Mainz] anerkennt die treuen Dienste diesein Schenk und "lieber Getreuer" Gorge (Cuntze) von Königstein (Konigstein) ihm und dem Stift Mainz (Mencze) bisher geleistet hat und künftig leisten soll.

Deshalb und aus besonderer Gnade hat er dem Gorge und dessen Lehenserben ein Burglehen auf Schloss (slozze) Frauenstein (Frauwenstein) verliehen. Dabei handelt es sich um eine Hofstatt im Ort (in dem dale) zu Frauenstein, die auf der einen Seite an der Hofraite des Heintze Synder liegt, auf der anderen Seite an das Haus uff dem berge des Thomas Synder stößt, sodann ein elder neben dem Gut des Johan Ruppach in der Schiersteiner (Schiersteyner) Gemarkung. Diese elder ist liegen geblieben für 9 Schilling Heller, sodann 14 Pfund Heller Geld auf dem Wohnhaus und dem Hof des Cuntze Bube zu Bingen, gegenüber dem Gut der Grede von Mergkesheim, und auf einem Morgen Weingärten am Ockenheimer (Ockenheymer) Weg in der Binger Gemarkung gelegen. Diese 14 Pfund Heller Geld sind mit Zahlung von 140 Pfund Heller ablösbar. Die diesbezügliche Urkunde ist im Besitz des Gorge.

Alle vorgenannten Güter hat Gorge vom Elekten und dem Stift Mainz als Burglehen empfangen und geschworen, das Burglehen mit seßen truwen diensten und eyden zu verdienen, wie Burglehenrecht und Gewohnheit dies besagen. Wenn Cuntze Bube 140 Pfund Heller einer guten Währung bringt und die Gülte in Höhe von 14 Pfund ablösen will, so sollen Gorge bzw. seine Lehenserben das Geld vereinnahmen. Die Pfandurkunde wird ungültig. Gorge soll dann 14 Pfund Heller auf Eigengut, möglichst nahe bei Schloss Frauenstein gelegen, beweisen, und diese 14 Pfund samt der Hofstatt, den eldern und den Weingärten Mainz zu den gleichen Bedingungen als Burglehen auftragen. Elekt Konrad kündigt sein Siegel an.

- Anno domini 13 ut supra [1390]

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 12 fol. 057v [02], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/3279 (Zugriff am 02.12.2021)