Mainzer Ingrossaturbücher Band 09

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StA Wü, MIB 9 fol. 230

Datierung: 12. Dezember 1380

Quelle

Aussteller:

Archiv: Würzburg StaatsA

Weitere Überlieferung:

  • Regestensammlung im StAD Best. R 11 A Kurmainzer Regesten Nr. 27 (mit Verweis auf: Karlsruhe, Cop. 287 (132) f. 101. - Kreisarchiv Speyer, Cop. des Bischofs Adolf S. 513. - Vgl. die Urkunde der Geiseln d.d. 1380 December 22 (in crastino S. Thome ap.) (in den kleinen Zetteln! Mit ausführlichen Namen und Bestimmungen) MIB 9 fol. 244-247, als Notitia: Speyer, Cop. des Bischofs Adolf S. 517 (fol. 101v).).

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Erzbischof Adolf von Mainz regelt als Bischof von Speyer die Rückzahlung seiner Schulden bei einigen Speyerer Juden.

Vollregest:

[Erzbischof] Adolf [von Mainz, Bischof in Speyer] beurkundet als Bischof von Speyer, dass seine »lieben Getreuen«, sein Zollschreiber Johann zu Udenheim (Udinheim), Heinrich Glatz, sein Vogt zu Kislau (Kyselauwe), Gerhard, sein Schaffner zu Hambach, Peter Muller aus Udenheim, sein Diener, Henne Vergenmeister, sein Zöllner am Rhein zu Rheinhausen (Husen), ferner Schultheißen, Richter, Schöffen und Bürger der drei Städte Bruchsal (Bruchsel), Lauterburg (Luterburg) und Udenheim (Utinheim) und von jedem der neun Dörfer Niedergrombach (Nydern-Grunbach), Ubstat, Stettfeld (Stetefeld), Langenbrücken (Langenbrucke), Mingolsheim (Myngolczheim), Zeutern (Zutt(er)n), Malsch, Östringen (Ostri(n)gen) und Rheinsheim (Reinsheim) der Schultheiß und Richter, den Speyerer Juden Mennel von Blanckenberg, Meyer und Anshelm, Söhne des Sangwels von Gartach, Kaufmann in Speyer, bzw. deren Erben, 2.500 Gulden Hauptgeld am kommenden Martini [11. November] schuldig sind.

Dafür sind 24 Bürger von Bruchsal, je zwölf von Lauterburg und Udenheim, die fünf genannten erzbischöflichen Beamten und aus jedem der genannten neun Dörfer der Schultheiß und ein Richter zu Mitschuldnern und Geiseln gesetzt.

Ferner haben sich der erzbischöflichen»lieben Getreue« Johann von Bilstein (Bilnstein) gen. von Lutern, bischöflicher oberster Amtmann zu Kislau, Heinrich Glatz, Vogt, Johann, erzbischöfflicher Zollschreiber und Beseher zu Udenheim, verpflichtet, den Gläubigern im Namen des Erzbischofs mit vier großen [Turnosen] bis Palmtag [Sonntag vor Ostern] vom Zoll zu Udenheim aufzuwarten.

Wenn dann nach dem Palmtag dem Dekan und Kapitel zu Speyer 1.000 Gulden bezahlt werden, sollen sie [danach] den Juden wieder mit vier großen bis Martini [11. November] aufwarten. Was dann den Juden von der Hauptschuld und Zinsen noch aussteht, soll ihnen von der Bede zu Bruchsal und von der Bede am Bruchreyne zufallen, wie dies die entsprechende Urkunde besagt.

Der Erzbischof beurkundet als Bischof von Speyer, dass diese Abmachung auf sein Geheiß und mit seiner Einwilligung geschehen ist.

- Datum feria quarta ante Lucie ... 1380.

Quellenansicht

fol. 230r

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 9 fol. 230, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/2796 (Zugriff am 22.05.2022)