Mainzer Ingrossaturbücher Band 09

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StA Wü, MIB 9 fol. 294

Datierung: 24. März 1375

Quelle

Ausstellungsorte:

Archiv:

Weitere Überlieferung:

  • Regestensammlung im StAD Best. R 11 A Kurmainzer Regesten Nr. 25 (mit Verweis auf: Böhmer/Huber, Regesta Imperii VIII, S. 454, Nr. 5469. - Joannis, Moguntiacarum rerum S. 685, Nr. 6. - Gallia Christiana Bd. V, 503. - RTA Bd. I, S. 10.) - Druck: Guden, Cod. dipl. 2, S. 518; Druck: Beyer, UB Erfurt Bd. II, S. 516, Nr. 723.

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Schreiben Kaiser Karls IV. an die Bürgermeister, Räte und Bürger der Stadt Erfurt über den Landfrieden vom 28. März 1378.

Vollregest:

Kaiser Karl [IV.] an die Bürgermeister, Räte und Bürger der Stadt Erfurt (Erfurte)[a]: Erzbischof Ludwig zu Mainz, Erzkanzler, sein liebir oheim und furste, der vom Papst zum Erzbischof von Mainz erhoben worden ist und von ihm, dem Kaiser, die Regalien erhalten hat und Nachfolger des verstorbenen Erzbischofs Johann ist, will den Landfrieden [b] halten, beschwören und besiegeln, den Kaiser Karl [IV.] früher mit König Wenzel von Böhmen (Beheim), Markgrafen von Brandenburg und Herzog von Schlesien (Slesien), seinem lieben Sohn, sowie mit dem verstorbenen Erzbischof Johann zu Mainz (Mentze), anderen Fürsten, Grafen und Herren, mit der Stadt Erfurt und anderen Reichsstädten auf 10 Jahre geschlossen hat.

Er gebietet der Stadt bei seiner Huld und bei den Eiden, durch die sie dem Erzbischof und dem Mainzer Erzstifte als ihrer rechten, ordentlichen Herrschaft verpflichtet sind, und bei den Eiden, die sie über den Landfrieden geschworen haben, den Erzbischof Ludwig ohne Widerrede in den Landfrieden aufzunehmen, wie sein Vorgänger darin war, und ihm aufgrund des Landfriedens gegen jeden zu helfen, der ihn an seinen Rechten, Würden und Freiheiten, geistlichen oder weltlichen, hindert. Tun sie das nicht, so haben sie den Landfrieden gebrochen, und für diesen Fall widerruft der Kaiser den Landfrieden (wiedirruffen, vernichten und toten auch mit craft dieses brieves den vorgenanten lantfryden), da er und sein Sohn, der König von Böhmen, dann nicht mit der Stadt in demselben Landfrieden sein wollen und den Kurfürsten [Ludwig], der zum Eintritt bereit ist, nicht rechtlos lassen wollen.

- Der gegeben ist zu Prage 1375 an unser frawen abinde annunciationis, unser riche in dem 29., und des keyssertums in dem 20. iare.

Ad mandatum Domini imperatoris Theodoricus Dameraw.

Fußnotenapparat:

[a] Das Schreiben wurde am 4. April 1375 dem Rat von Erfurt übermittelt. Vgl. Regest vom 6. April 1375. Vgl. auch Regest vom 29. März 1375.
[b] Landfrieden vom 28. März 1372. Regesten der Mainzer Erzbischöfe, Bd. II, 2, S. 24, Nr. 2911. Zum Landfrieden von 1372 vgl. Stein, Landfriedenspolitik, S. 157 f.

Quellenansicht

fol. 294r
fol. 294v

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 9 fol. 294, in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/1917 (Zugriff am 13.08.2022)