Mainzer Ingrossaturbücher Band 09

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StA Wü, MIB 9 fol. 013v [02]

Datierung: 26. März 1377

Quelle

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Weitere Überlieferung:

  • Regestensammlung im StAD R 11 A Kurmainzer Regesten Nr. 26 (mit Verweis auf: Eingerückt in den Revers Adolfs vom gleichen Tage (Der geben ist zu Eltuil uff den gru<e>nen dunrstag in der vasten 1377): Original (Pergament): München, Reichsarchiv, Mainzer Domkapitel, fasc. 133, das Administrationssiegel Adolfs hängt stark verletzt (vgl. das Regest zum 29.6.1377). [A]- Eingerückt in den (mit weiteren Zusicherungen versehenen) Revers Adolfs von 29.6.1377 (Datum Eltuil in die sanctorum Petri et Pauli apostolorum 1377): Original (Pergament): München, Reichsarchiv, Erzstift Mainz, fasc. 120, das Administrationssiegel Adolfs hängt, am Rande beschädigt. Bug: per dominum Mag. Heidenricus. (Vgl. das Regest zum 29.6.1377. [B] - Würzburg, StA MIB 9, fol. 13v  = Abschrift von B). [C] - Reg. Boica 9, S. 372. - Scriba, Reg. IV, Nr. 5673. - Roth, Font. 1, Nr. 63. - Joannis, rer. mog. I, S. 691 N. 12).

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Mainzer Domherren und das ganze Kapitel erlauben Elekt Adolf, Burg und Zoll zu Ehrenfels für 20.000 Gulden zu versetzen.

Vollregest:

Endres von Brauneck (Brunecke), Dompropst, Heinrich Beyer (Bey<e>er) von Boppard (Boparten), Domdekan, Otto (Otte) von Schönburg (Schonemburg) [a], Domscholaster, und das ganze Kapitel beurkunden:

Da Adolf, erwählter Erzbischof von Mainz (Mencze) und Bischof von Speyer (Spir), um das Stift zu schirmen große Kosten und Mühe gehabt hat und große Kriege, da er gen Erfurt ziehen mußte und anderswohin, und noch haben muß gein diesem uzgenden friden [b] gegen die Markgrafen [Friedrich, Balthasar und Wilhelm von Meißen] und ihren Bruder Ludwig, ehemals Bischof von Bamberg (Babinberg) [Erzbischof Ludwig von Mainz], und wider alle, die ihn und das Kapitel vom Mainzer Stifte verdrängen wollen, so erlauben sie ihm, Ehrenfels (Erenfels), Burg und Zoll mit allem Zubehörigen, für 20.000 Gulden zu versetzen  und davon jährlich Rente zu geben bis zur Ablösung. Davon sollen zuerst  die Schulden beim Kapitel bezahlt werden, dann die bei den einzelnen Domherren, denen man redeliche kuntliche schult [c] schuldet, danach schedelich schult [c] bei Juden und sonst bezahlt werden, ferner nach dem Rat des Kapitels oder der Kapitelsmehrheit die Kosten für die Burgen (sloze) des Stiftes und gegen die Feinde und gegen alle, die den stift und uns dryngen wollent.

Was von dem Zolle über die 2000 Gulden Gülte, die man von den 20.000 geben soll, und über die Gülte, die dort denen von Bingen und andern angewiesen sind, einkommt, das soll von den 20.000 Gulden abgeschlagen werden. Sind sie beglichen (ledig und lois) [d], so ist Ehrenfels dem Kapitel in gleicher Weise wie jetzt verbunden. Das Geld für die Verpfändung soll in das Kapitel geliefert werden, und was für die Kosten für die Burgen, wofür ein Teil des Geldes verwendet wird, angelegt wird, soll man nicht verzehren, es soll liegen bleiben wider die Markgrafen und nicht ohne Wissen und Rat des Kapitels oder der Kapitelsmehrheit ausgegeben werden. Erhalten die Pfandträger ihre Gülte nicht richtig, so hat das Kapitel  - was die Pfandträger in ihren Reversen bekennen sollen - damit nichts zu schaffen. - In der Siegelankündigung: Großes Kapitelsiegel.

- Der gegeben ist zu Mencze uff den gru<e>nen donristag in der vasten 1377.

Quellenkommentar:

Fußnotenapparat:

[a] In C: Schonenburg.
[b] Am 24.6.1377 ging der Tonnaer Waffenstillstand vom 6.9.1375 zu Ende.
[c] C hat: schol".
[d] In C die abweichende Schreibung ledig und loz.

Quellenansicht

fol. 13v
fol. 14r
fol. 14v

Metadaten

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 9 fol. 013v [02], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/1901 (Zugriff am 10.08.2022)