Mainzer Ingrossaturbücher Band 09

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StA Wü, MIB 9 fol. 013v [01]

Datierung: 11. Juni 1377

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  • Regestensammlung im StAD R 11 A Kurmainzer Regesten Nr. 26 (mit Verweis auf: München, Reichsarchiv, Mainzer Erzstift, fasc. 120. Or. Perg. mit Tilgungsschnitt. Siegel Adolfs abgefallen. [A]- Kopie Würzburg, Staatsarchiv, Mainzer Ingrossaturbuch 9, fol. 13v (alt: 20v), der Text gegenüber der Ausfertigung leicht gekürzt. [B]- Reg. Boica 9, S. 377. - Schaab, Geschichte S. 103).

Geographische Bezüge:

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Inhalt

Kopfregest:

Elekt Adolf von Mainz gelobt, die an Juden verliehenen Kleinode wieder einzulösen und zurückzugeben.

Vollregest:

Adolf, erwählter Erzbischof von Mainz und Bischof von Speyer, gelobt, die Kleinode des [Mainzer] Dompropstes Endres von Brauneck (Bru<o>nek), [a] des [Dom-] Dechanten Heinrich [Beyer von Boppard], des [Dom-] Scholasters Otto [von Schönburg] und des gesamten Domkapitels, die sie ihm geliehen haben und die er mit deren Erlaubnis den Mainzer (zu Mentze) Juden Joserlin von Würzburg (Wirczburg) und Isaac, Joserlins Schwager, für 1160 G. versetzt hat, wieder einzulösen und dem Domkapitel zurückzugeben.

Der frühere Schuldbrief Adolfs darüber, den die Juden von ihm haben, lautet auf eine [nicht genannte] Summe abzüglich dessen, was von den Mainzer [Zoll-] Schreibern zu Lahnstein (Lan-) und zu Ehrenfels (Ernfels) noch täglich davon abgeht. Adolf hat dem Heinrich, Zollschreiber zu Ehrenfels, mitgeteilt, den Juden und ihm, Adolf, die Briefe darüber zurückzugeben, die 12 Turnose aufzuheben und zur Lösung der Kleinode zu verwenden, sobald der erste Schuldbrief erledigt ist. Joserlin und Isaak mögen die Pfänder bei Heinczen zum Juckel [!], erzbischöflichem Schultheißen zu Mainz (Mencze), Eberhard Isinmenger oder bei dem jungen Berwolf hinterlegen, sofern es ihnen nicht genehm ist, sie bei Henne Berwolf zu haben, der sie zur Zeit innehat (als verre als yn nicht fugete, die pfande hinder Hennen Berwolfe zu legen, der sie iczunt ynnen hat). Für Schaden, der den Pfändern geschieht, kommt Adolf auf.

- Der geben ist 1377 uff den nehsten donrstag nach sent Bonifacien tag. [b]

Fußnotenapparat:

[a] In B nur: [...] als uns die erbern Endres Dumprobst etc. yr cleynode geliehen hant [...], so daß in der Kopie die Nennung von Domdechant, Domscholaster und Domkapitel durch Textkürzung (etc.) weggelassen ist. - 

[b] In B abweichende Datierung: Datum 1377 feria quarta post Bonifacii [10.6.1377, Mittwoch].

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fol. 13v

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Zitierhinweis:

StA Wü, MIB 9 fol. 013v [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe, URI: http://www.ingrossaturbuecher.de/id/source/1882 (Zugriff am 13.08.2022)